Über mich

Ich kann 14 Stunden schlafen und bin trotzdem erschöpft.
Das ist seit einiger Zeit mein Alltag.

Ich bin Nina, 37 Jahre alt, arbeite als IT-Beraterin und studiere berufsbegleitend Wirtschaftspsychologie.
Ich war immer eine Person, die viel Energie hatte. Die gern denkt, organisiert, macht.
Die Verantwortung übernommen hat – im Job, im Studium, im Leben.

Und dann kam die idiopathische Hypersomnie.

Plötzlich war nichts mehr selbstverständlich.
Nicht aufstehen. Nicht konzentrieren. Nicht funktionieren.

Ich war müde. Aber nicht so, wie man „müde“ kennt.

Ich habe lange versucht, mir das selbst zu erklären.
Mir einzureden, dass es nur eine Phase ist.
Dass ich einfach besser schlafen muss. Mehr Ruhe brauche. Weniger Stress.

Ich habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt.
Aber ich wusste nicht, was.

Und ich war damit ziemlich allein.

Kaum jemand konnte nachvollziehen, wie sich das anfühlt.
Wie es ist, wenn selbst kleine Dinge plötzlich unglaublich viel Energie kosten.
Wenn dein Kopf nicht mehr so funktioniert, wie du es gewohnt bist.

Genau deshalb gibt es diesen Blog.

Ich schreibe, weil ich keinen Austausch gefunden habe.
Weil ich mir gewünscht hätte, irgendwo lesen zu können, dass ich nicht die Einzige bin.

Hier schreibe ich über mein Leben mit idiopathischer Hypersomnie.

Über meinen Alltag zwischen Energie und Erschöpfung.
Über meinen Weg zur Diagnose.
Über Dinge, die mir helfen und Dinge, die mir nicht helfen.
Über gut gemeinte, aber oft unpassende Ratschläge.
Und über Gedanken, die man selten laut ausspricht.

Dieser Blog ist für dich, wenn:

  • du selbst betroffen bist
  • du jemanden kennst, der betroffen ist
  • oder du einfach verstehen willst, warum „müde“ nicht immer dasselbe ist

Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin.

Ich teile hier meine persönliche Erfahrung.
Nicht medizinisch. Nicht beschönigt. Einfach ehrlich.

Vielleicht hilft dir dieser Blog, dich ein kleines bisschen weniger allein zu fühlen.
Und vielleicht hilft er mir, das alles besser zu verstehen.